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Installation von paravirtualiserten SuSe Linux Enterprise Server 11 Instanzen unter XenServer 5.5

Kurze technische Einleitung:

Bei Paravirtualisierung wird zwar ein zusätzliches Betriebssystem virtuell neu gestartet, jedoch wird keine Hardware virtualisiert oder emuliert, sondern die virtuell gestarteten Betriebssysteme verwenden eine abstrakte Verwaltungsschicht, um auf gemeinsame Ressourcen (Netzanbindung, Festplattenspeicher, Benutzerein/-ausgaben) zuzugreifen. Das Betriebssystem muss portiert werden um auf der virtuellen Maschine (VM) ausgeführt werden zu können, was die Rechteinhaber proprietärer Betriebssysteme aus strategischen Gründen ablehnen können. Die Portierung vereinfacht jedoch den Aufbau der VM und ermöglicht den darauf ausgeführten virtuellen Maschinen eine höhere Leistung. VMware oder auch XEN verwendet die VMI-Schnittstelle, die als „Sprachrohr“ zwischen der Virtualisierungsschicht und Gastbetriebssystem fungiert.

 

-           Quelle: wikipedia.de –

 

Umsetzung:

Um eine erfolgreiche paravirtualisierte Installation abschließen zu können benötigen wir entweder eine Installation CD mit Xen Kernel oder einen entsprechenden Installationsserver.

Bei der Default SLES 11 CD kann im Bootmenü der zu ladende Kernel ausgewählt werden. Hier muss unbedingt der entsprechende Xen Kernel gewählt werden, da sonst aus unserer PV Instanz eine HVM Instanz wird.

Wir entscheiden uns hier aber für den einfachen Weg und verwenden unseren lokalen Installationsserver.

Wer keinen DHCP Server in seinem Servernetz betreibt kann im Falle von SLES 11 die benötigten Netzwerkeinstellungen in den Advanced Boot Parameters von Xen angeben. Xen versteht hier folgende Variablen: hostip=xxx.xxx.xxx.xxx netmask=xxx.xxx.xxx.xxx gateway=xxx.xxx.xxx.xxx. Gegebenenfalls können Sie mittels der Variable autoyast=http://xxx.tld/autoyast/xxx.xml noch einen Pfad zu einer Autoyast Datei angeben um die Installation zu automatisieren.

Der Advanced OS Boot Parameter enthält also folgende Daten:

console=ttyS0 xencons=ttySB4 hostip=xxx.xxx.xxx.xxx netmask=xxx.xxx.xxx.xxx gateway=xxx.xxx.xxx.xxx autoyast=http://xxx.tld/autoyast/SLES-11.xml

 

Anschließend müssen nur noch die zu allokierenden Ressourcen gewählt werden (RAM, CPU, HDD) und die Maschine kann gestartet werden.

 

Nach Abschluss der Installation sollte man unbedingt die XenTools installieren. Klicken Sie hierzu mit der rechten Maustaste auf Ihre installierte Maschine und wählen Sie den Punkt „Install Xen Server Tools“. Anschließend wechseln wir in die Konsole der VM und führen folgende Befehle aus:

 

mount /dev/xvdd /mnt

/mnt/Linux/install.sh

 

Sie werden nun durch eine Installationroutine geführt. Im Anschluss der Installation sollte ein Reboot der Maschine vorgenommen werden.